Neue Ära beim Aachener Karlspreis
„Ein starkes Team für Europas Zukunft“
Mit einem bedeutenden Wechsel an der Spitze der Karlspreisgesellschaft beginnt eine neue Ära für eine der wichtigsten europäischen Auszeichnungen. Nach mehr als drei Jahrzehnten prägenden Wirkens übergibt Dr. Jürgen Linden den Vorsitz des Direktoriums der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen an Armin Laschet, MdB und ehemalige NRW-Ministerpräsident. Die Wahl fand am 5. Dezember während der Direktoriumssitzung in Aachen statt und markiert einen entscheidenden Meilenstein in der Weiterentwicklung dieser traditionsreichen Institution.
Was ist der Aachener Karlspreis?
Der Aachener Karlspreis, 1950 gegründet und seither regelmäßig verliehen, zählt weltweit zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Verdienste um die europäische Einigung. Benannt nach Karl dem Großen, würdigt er Persönlichkeiten und Institutionen, die sich in herausragender Weise für ein vereintes, demokratisches und wertebasiertes Europa einsetzen.
Obwohl der Karlspreis formal kein klassischer Friedenspreis ist, gilt er als eine der einflussreichsten europäischen Ehrungen für Frieden durch Integration, da er jene auszeichnet, die durch politisches, humanitäres oder gesellschaftliches Engagement einen substantiellen Beitrag zu Stabilität, Verständigung und Kooperation in Europa leisten. Seine Preisträgerinnen und Preisträger – darunter Staatsoberhäupter, Menschenrechtsvertreter und Vordenker – verleihen dem Karlspreis weltweit hohes moralisches Gewicht.
Verdienter Rückblick: Dr. Jürgen Linden
Dr. Jürgen Linden hat den Karlspreis wie kaum ein anderer geprägt. Seit 1989 Mitglied des Direktoriums und ab 2010 dessen Vorsitzender, stand sein Name sinnbildlich für Beharrlichkeit, europäische Überzeugungskraft und diplomatische Weitsicht. Während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister der Stadt Aachen (1989–2009) und später als Direktoriumsvorsitzender verlieh er dem Preis internationale Sichtbarkeit. Zu den von ihm mitgestalteten Verleihungen zählen prägende Momente der europäischen Geschichte – von Václav Havel (1991) über Bill Clinton (2000) und Papst Johannes Paul II. (2004) bis hin zu Wolodymyr Selenskyj (2023). Mit dem 75-jährigen Jubiläum 2025 und der Auszeichnung von Ursula von der Leyen erreicht sein Wirken einen weiteren Höhepunkt. Auch nach seinem Rückzug wird Linden die Karlspreisgesellschaft weiterhin beratend unterstützen.









Neue Führung: Armin Laschet übernimmt
Mit Armin Laschet übernimmt nun ein profilierter Europäer und langjähriges Mitglied des Gremiums (1999–2020, erneut seit 2022) die Leitung des Direktoriums. Laschet steht wie kaum ein anderer deutscher Politiker für europäische Verständigung, Integration und ein starkes, geeintes Europa. Seine umfangreiche politische Erfahrung – als Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens und als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages – verleiht seiner neuen Aufgabe zusätzliches Gewicht. Unter seiner Führung sollen Kontinuität und Erneuerung in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und die europäische Idee weiter gestärkt werden.
Starkes Team für Zukunft und Werte
Unterstützt wird Laschet von einem vielseitigen und hochkompetenten Führungsteam:
Dr. Angela Maas, eine versierte Journalistin und Moderatorin sowie seit 2021 Mitglied des Direktoriums, bringt ihre Expertise in europäischer Kommunikation ein.
Christoph Schmallenbach, ehemaliger CEO der Generali Schweiz und seit 2015 Mitglied des Direktoriums, ergänzt das Gremium mit wirtschaftlichem Sachverstand und internationaler Managementerfahrung.
Vision und Ausrichtung des Karlspreises
Gemeinsam gestaltet dieses Trio die zukünftige Ausrichtung des Aachener Karlspreises – mit tiefem Respekt vor seiner historischen Bedeutung und dem entschlossenen Willen, neue Impulse für europäische Zusammenarbeit, Dialog und Identität zu setzen. So bereitet die Karlspreisgesellschaft den Weg für ein modernes, werteorientiertes und global wirksames Europa im 21. Jahrhundert.
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