JUPITER: Exascale in Jülich
Fotos: Jenö Gellinek, Melanie Fredel, Bernd Nörig, Kurt Steinhausen, Forschungszentrum Jülich / Sascha Kreklau
Info & Kontakt:
The European High Performance Computing Joint Undertaking (EuroHPC JU)
JUPITER in Jülich: Europas erster Exascale-Supercomputer startet
Am 5. September 2025 wurde im Forschungszentrum Jülich der erste europäische Exascale-Supercomputer JUPITER feierlich eingeweiht.
Mit dabei: Bundeskanzler Friedrich Merz, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und führende Vertreter:innen aus Wissenschaft und Politik.
Entwicklung über sechs Jahre
Die ersten Planungen für JUPITER begannen 2019. Nach europaweiten Ausschreibungen und jahrelanger Forschungsarbeit wurde 2023 der Aufbau gestartet. Die heutige Inbetriebnahme markiert den Abschluss von über sechs Jahren Entwicklung.
Wer hat JUPITER entwickelt?
JUPITER ist ein gemeinsames Projekt von:
- EuroHPC Joint Undertaking (EU-Initiative)
- Forschungszentrum Jülich
- ParTec AG (Deutschland) – Spezialist für modulare Supercomputer
- Eviden (Frankreich, Atos Group) – Hardware & Systemintegration
Diese Kooperation brachte eine weltweit einzigartige modulare Architektur hervor.
Welche Kapazität hat JUPITER?
JUPITER ist der erste Exascale-Rechner Europas:
- 1 ExaFLOPS Rechenleistung (= 1 Trillion Operationen pro Sekunde)
- Vergleichbar mit der Power von Millionen Laptops gleichzeitig
- Besonders energieeffizient dank moderner Kühl- und Hardwaretechnologien
Damit zählt JUPITER zu den Top 4 der leistungsfähigsten Supercomputer weltweit.




Wofür wird JUPITER eingesetzt?
Die Einsatzbereiche sind breit gefächert und hochaktuell:
- Klimaforschung: präzisere Modelle für Wetter und Klimawandel
- Medizin: Entwicklung neuer Medikamente und Simulation biologischer Prozesse
- Künstliche Intelligenz (KI): Training komplexer Modelle auf europäischer Hardware
- Energie & Mobilität: Optimierung von Netzen, Batterien und nachhaltiger Infrastruktur
- Energie & Mobilität: Optimierung von Netzen, Batterien und nachhaltiger Infrastruktur - Materialwissenschaften: Simulation neuer Werkstoffe für Industrie & Technik
Standort: Forschungszentrum Jülich
JUPITER ist im Forschungszentrum Jülich (NRW) beheimatet – einem der führenden europäischen Zentren für Hochleistungsrechner. Jülich gilt damit als Schlüsselstandort für digitale Innovation in Europa und in der Euregio Maas-Rhein.
Finanzierung
Die Investitionssumme für JUPITER beträgt rund 500 Millionen Euro:
- 50 % durch die EU (EuroHPC JU)
- 25 % durch den Bund
- 25 % durch das Land Nordrhein-Westfalen
Fazit: Ein Quantensprung für Europa
Mit JUPITER setzt Europa ein klares Signal für digitale Souveränität und wissenschaftliche Exzellenz. Der Rechner wird zum Motor für Innovation – in KI, Klima, Medizin, Energie und Materialforschung.
Für die Euregio Maas-Rhein bedeutet die Ansiedlung in Jülich nicht nur Prestige, sondern auch neue Chancen für Wissenschaft, Wirtschaft und Nachwuchs.
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